Hier finden Sie Informationen über die Arbeiten im Weinberg und im Keller.
Der Rebschnitt
Der Rebschnitt ist die erste Arbeit im frühen Jahr. Manche Winzer fangen auch direkt nach der Lese damit an,
da zu dem Zeitpunkt die Erntehelfer noch da sind.
Was ist der Zweck des Rebschnittes?
Sinn und Zweck ist es, dem Rebstock eine bestimmte Form zu geben um Ihn gut bearbeiten zu können.
Würde man Ihn wild wachsen lassen, wäre in ein paar Jahren der Ertrag so gering und der Stock total außer Form.
Zur Erzeugung qualitativ hochwertiger Weine gehört auf Jeden fall ein sachkundiger Rebschnitt.
Was passiert beim Rebschnitt, auch Winterschnitt genannt?
Etwa 90% des Holzes wird vom Stock entfernt und es bleiben
je nach Lage, Sorte und Qualitätsanspruch ein oder zwei sogenannte Fruchtruten stehen.
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| Vor dem Rebschnitt |
Nach dem Rebschnitt |
Es gibt sehr viele verschiedene Erziehungsarten. Die wichtigsten Erziehungsarten sehen Sie hier:
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| Drahtrahmen mit Halb- oder Rundbogen |
Drahtrahmen mit Flachbogen |
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| Typischer Mosel - Einzelpfahl |
Vertiko - Erziehung |
Die Drahtrahmenerziehungen kann man im Gegensatz zu den Einzelpfahlerziehungen sehr gut maschinell mit dem
Schmalspurschlepper bearbeiten. Deswegen kommen die Einzelpfahlerziehungen nur noch dort zu Einsatz wo sich kein Drahtrahmen
lohnt, z.B. auf sehr kleinen Terrassen in der Steillagen.
Die zu bevorzugende Erziehung ist heute ganz klar die Drahtrahmenerziehung, auch Spalier genannt. Dabei liegt es an jedem
Winzer welche Form er bevorzugt. Jede Form, egal ob Flach oder Rundbogen hat seine Vor – und Nachteile.
Nach dem Rebschnitt werden die Anlagen nachgeschaut. Das bedeutet, dass geprüft wird, ob die Drähte in Ordnung sind, defekte
Pfähle werden ausgetauscht, Nägel werden ersetzt und die Drähte werden gespannt.
Wenn die Anlagen in Ordnung sind werden die geschnittenen Fruchtruten gebogen.
In den Einzelpfahlanlagen wird dazu ein gummiummantelter Draht benutzt. Der ist auf einer Rolle aufgerollt, welche man sich z.B.
an den Gürtel hängt.Dabei biegt man vorsichtig die Bogrebe zu einem halben Herz. Und dann bindet man sie wie mal an,
einmal über der Schnittfläche und am tiefsten Punkt der gebogenen Rebe.In den Drahtanlagen benutzen wir zur Befestigung ein
Gerät namens „Beli-Binder“.
Auf diesem sind kleine Drahtspulen angebracht mit denen sich die Bogrebe sehr schnell und bequem
anbinden lässt. Man benötigt nur eine Befestigung pro Bogrebe.
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| Die Pfeile deuten jeweils auf die Anbindung hin |
Sind alle Reben gebogen und angebunden können die Heftdrähte ausgehängt werden. Diese werden entweder gelockert und auf den
Boden gelegt oder mittels einer Feder ausgehängt.
Wir legen die Drähte auf den Boden ab. Das hat den Vorteil, dass man zum richtigen
Zeitpunkt (Trieblänge ca. 20 – 30cm) die Drähte einhängt und spannt und man somit 95% der Triebe geheftet hat. Bei den ausgehängten
Drähten per Feder ist die Regel dass sehr viele an der Außenseite des Drahtes vorbei wachsen.
Diese Triebe muss man dann noch per
Hand einsortieren. Das erfordert einen höheren Zeitaufwand. Bis die Triebe aber soweit sind das sie geheftet werden können vergeht
noch viel Zeit vom Zeitpunkt des Biegens.
Dazwischen müssen noch andere Arbeiten durchgeführt werden.